Auf einem 26 Hektar großen Gelände am Haddebyer Noor, umgeben von einem riesigen Halbkreiswall, errichteten die Wikinger eine der frühesten Städte des Nordens: Haithabu. Für das Wikinger Museum Haithabu wurde auf der Basis der Originalbefunde ein kleiner Siedlungsausschnitt der ehemals pulsierenden Handelsstadt neu errichtet.

Haithabu war in der Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Hier liefen die wichtigsten Fernhandelswege zusammen. An diesem Ort mit seiner internationalen Bevölkerung konnte die christliche Mission Fuß fassen. Das Handwerk wies in der Fertigung zahlreicher Güter einen hohen Entwicklungsstand auf.
Am Rande des historischen Halbkreiswalls von Haithabu erbaute das Archäologische Landesmuseum Schloss Gottorf 1985 Deutschlands erstes Schaufenster für die vielseitige und spannende Kultur der Wikinger.

Das Wikinger Museum Haithabu gehört zu den bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. Am Rande der ehemaligen Handelsmetropole der Wikinger präsentiert die seit 2010 vollkommen neue Ausstellung spektakuläre archäologische Funde und stellt diese in den historischen Kontext der Zeit vor 1000 Jahren.

Im weiteren Verlauf der Zeitreise zeugen eine Vielzahl von Handwerk und Handel. Schmuck und Waffen aus reich ausgestatteten Gräbern und die eindrucksvollen Runensteine geben Auskunft über Leben und Denken der Oberschicht. Das königliche Schiff aus dem Hafen von Haithabu war einst das schnellste Schiff auf der Ostsee. Es steht im Zentrum der Schiffshalle, die dem Besucher einen Blick in das frühmittelalterliche Hafenleben vermittelt.

Weitere Infos: http://www.schloss-gottorf.de/wmh

Der Siedlungsplatz mit Blick aufs Haddebyer Noor (Das Foto wurde vom Ringwall um die Siedlung aus angefertigt)

 

Im Museum: